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Forderungen und Wünsche an die SPD-Spitze

Montag, 05. Juli 2021









Die SPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Serpil Midyatli (r. im Bild) und der Bundestagsabgeordnete und frauenpolitische Sprecher der SPD Bundestagsfraktion Sönke Rix (Mitte) tauschten sich gestern im Büdelsdorfer Fährhaus mit Heike Rullmann (2. v. r.), Brücke Vorständin, und Andrea Gonschior (li.), Leiterin des Rendsburger Frauenhauses, über die aktuelle Situation und Perspektiven der Frauenhäuser aus.

Mit dabei waren auch Bewohnerinnen und Mitarbeiterinnen des Frauenhauses sowie der Landtagsabgeordnete Dr. Kai Dolgner (2. v. li.).

Zu Beginn gaben gleich zwei aktuelle Bewohnerinnen des Frauenhauses Einblicke in die tatsächlichen Erfahrungen von Betroffenen häuslicher Gewalt und  ihren Weg aus der Gewaltspirale. Ihre Wünsche und Forderungen an die Politik umfassen schnellere Unterbringung in Frauenhäusern, da sie aufgrund von Platzmangel nicht sofort, teilweise erst nach Wochen, Schutz finden konnten. Für Beratungen oder eine Aufnahme mussten sie viele Telefonate führen,  um Hilfe zu bekommen – Zeitfenster für Hilferufe sind jedoch sehr knapp. Eine 24/7 Erreichbarkeit über eine Koordinierungsstelle wäre wünschenswert. Sie bräuchten dazu Kinder-/ Kitabetreuung auch schon während des Frauenhausaufenthalts, um Entlastung zu finden und Zeit zu bekommen, ihre Angelegenheiten zu klären. „Wer schlägt, der geht“, funktioniert nicht ausreichend. Nicht alle Männer akzeptieren eine Wegweisung und die Frauen können nicht rund um die Uhr polizeilich geschützt werden.

In 2020 fanden  77 Frauen und ihre 116 Kinder Schutz im Rendsburger Frauenhaus. 179 Frauen und ihre 210 Kinder mussten aus Platzmangel abgelehnt werden. Auch die vom Gleichstellungsministerium beauftragte Bedarfsanalyse des Hilfsangebots für gewaltbetroffene Frauen ergibt, dass in Schleswig-Holstein nicht genügend Schutzplätze vorhanden sind; insbesondere im Norden Schleswig-Holsteins. Die Finanzierung der Frauenhäuser deckt eine Basisfinanzierung ab.

„Wir fordern gleiche Qualitätsstandards in allen Frauenhäusern Schleswig-Holstein“, so Vorständin Heike Rullmann „und einen Ausbau des sozialen Wohnungsbaus, um Frauen schneller eine selbständige Perspektive durch Auszug aus dem Frauenhaus zu ermöglichen.“ Rullmann weiter: „Der Ausbau der Kitaplätze sowie ein schneller Übergang in weiterführende, bspw. therapeutische Hilfen, gehören dringend dazu.“

„Wir erhoffen uns Fortschritte in der Verbesserung des Hilfesystems durch die Ratifizierung der sog. Istanbul-Konvention (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) und den Impulsen, die aus den Arbeitsgruppen zur Umsetzung der Konvention in Schleswig-Holstein gebildet wurden“ ergänzt Andrea Gonschior.


 

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